Die Webseite von Kater Mikesch


Kater Mikesch

Das ist er! Neun jahre alt, immer hellwach, aufmerksam, blitzschnell, lieb, zutraulich, verschmust, gehorsam, jederzeit für eine Überraschung gut.... kurzum: "ein Schätzchen von einem Kätzchen." Mikesch ist 1997 in Essen geboren und ca. 8-9 Wochen später - also nach der Entwöhnung von Mamas Zitzen, hat sein Frauchen ihn bekommen. Damals war er ein unbeschreiblicher Lümmel. Permanent mußte man ihn beaufsichtigen. Wenn in der Küche das Mittagessen zubereitet wurde, überkam Mikesch die Neugier. Dann gab es einfach nichts Eiligeres, als sich mit den kleinen Spikes an der Jeans hochzuangeln. Das wäre der Untergang für jede Feinstrumpfhose gewesen. Motten, Fliegen, Spinnen - egal, ob 4 oder 8 Beine - alles was sich bewegte, wurde ausnahmslos zur potenziellen Beute erklärt. Wenn man Mikesch malMikesch klettert an der Tapete hinauf suchte, mußte man nicht ausschließlich in Bodennähe Umschau halten. Um einen interessanten Krabbler zu erlegen, war Mikesch immer aufgeweckt genug, die Tapeten als Kletterhilfe zu benutzen - siehe Bild (links). Blitzschnell könnte er so sogar bis zur Wohnungsdecke hochangeln. Das Bild zeigt Mikesch mit einem Lausbubenalter von ca. 6 Monaten. Mikesch hörte auf seinen Namen, wenn man ihn rief; er verstand solche Wörter wie "rauslassen", "Lecker", "ei-machen" odMikesch gibt Pfötchener "Schwänzchen". Mikesch konnte Pfötchen (Bild rechts) geben oder auch Küsschen. Stellte man ihm eine Frage, antwortete er standesgemäß mit einem liebevollen "Miau". Ein Blick auf das Foto (oben) zeigt jedem Katzenkenner, mit was für einer Aufmerksamkeit dieses Katerchen einem gegenüber trat. Einfach einmalig! Mitte März 2007 zeigte Mikesch plötzlich einen ungewöhnlich hohen Appetit, der sich im Laufe der nächsten Wochen steigerte. Wir dachten, daß ihm die Umstellung auf das neue Futter so gut gefiel. Später kam dazu, daß er plötzlich Unmengen Wasser trank - was zunächst nicht so sehr aufgefallen war, weil der Kleine ja mehrere Fress-Stationen hatte, an denen er Wasser trinken konnte. Als sich das aber nicht einstellte, ging es mit dem Verdacht auf einen Parasiten zum Tierarzt. Wir dachten, daß er vielleicht einen Bandwurm hat. Aber es kam unerwartet schlimmer.....

Diagnose: Diabetes!

Ich kann meine Verzweiflung an dieser Stelle kaum zum Ausdruck bringen. Der Tierarzt meinte: "Wir wollen es mal mit der Nahrungsumstellung versuchen."

Mikesch hat am Tag nach der Untersuchung auch noch einen guten Appetit gezeigt und das neue Futter sogar akzeptiert - ganz entgegen unseren Erwartungen. Am Folgetag hat er aber jede Nahrungsaufnahme verweigert. Wir meinten, ihm sei vielleicht etwas übel geworden - bedingt durch die ganze Aufregung beim Tierarzt. Sowas passiert Menschen ja auch mal, daß sie einen schlechten Tag haben. Als es am 2. Tag nicht besser wurde, haben wir versucht, das Feuchtfutter breiig zu machen und ihn wieder zum Fressen zu motivieren, was leider nur bedingt funktionierte. Am Morgen des 3. Tages sahen wir aber eine unbedingte, erneute Untersuchung bei einem anderen Tierarzt vor. Der ordnete an, daß der Kater unverzüglich in eine Klinik eingewiesen werden muss. Mikesch hatte in der kurzen Zeit einen Blutzuckerwert von fast 450 erreicht und war schon auf dem Weg ins Koma zu fallen. Es ging also so schnell wie möglich in die Tierklinik Essen-Altenessen.

Als wir die Klinik erreichten, konnte Mikesch nur noch eingeschläfert werden. Das war am Freitag, den 25.05.2007. Mikesch wurde leider noch nichtmal zehn Jahre alt. Mir war, als würde mir jemand den Boden unter den Füßen wegziehen. Innerhalb so kurzer Zeit mußte der vergnügte Kleine so ein trauriges Ende finden. Vor drei Tagen wurde noch mit dem Lieblingsball gespielt und nun ist der liebe Freund nicht mehr unter uns.

Ich weiß meine Trauer kaum zum Ausdruck zu bringen. Ich empfehle daher allen Katzenfreunden regelmäßige Untersuchungen mit Bluttests, weil die Krankheit Katzendiabetes wohl offenbar doch öfter auftritt.

Mikesch und die Regenbogenbrücke
Mikesch winkt von seiner Regenbogenbrücke aus zum Abschied...

Mikesch nimmt an dieser Stelle Abschied von uns allen und geht über die Regenbogenbrücke. Mir bleiben leider nur die Erinnerungen an die schönen Stunden, die ich mit meinem kleinen Freund hatte. "Auf Wiedersehen Mikesch!"

Mikesch seine Gedenkwand
Mikesch seine Gedenkwand mit 80x60 Riesenposter
Regenbogenbrücke, Halsband.


Um anderen Katzenliebhabern so ein Leid zu ersparen, folgen nun ein paar Hinweise, was man bei Katzendiabetes tun sollte. Diese Hilfe haben wir leider erst zu spät erfahren. Wir möchten aber unser nunmehr erlangtes Wissen so gut wie möglich an andere Tierliebhaber weitergeben.

Vorbeugend sei vielleicht mal zu sagen, daß Katzen, die freilaufend sind, nicht so schnell an Diabetes erkranken. Bei Katzen die erst jüngst an Diabetes mellitus erkrankt waren, konnte in einigen Fällen sogar eine deutliche Besserung der Werte ermittelt werden, nachdem sie Freilauf hatten.

Eine richtige Ernährung ist wichtig. Achtet darauf, daß das Feuchtfutter nicht mit Süßstoffen oder Karamell haltbar gemacht ist. Sowas wird von manchen Herstellern auch gerne als Lockmittel und Suchtmittel eingesetzt, um die Katze an das Futter zu binden. Empfehlen kann ich das Diätfutter Hill's Feline. Royal Canin bietet da auch was an. Als Grundsatz gilt, daß die Verfügbarkeit von Kohlehydraten - Quelle des Blutzuckers - vermindert werden sollte.

Übergewichtige Katzen, die zu schnell abnehmen, können ebenso wie Menschen an Diabetes erkranken. Übergewicht kann auch zu unzureichender Wirkung des Insulins führen. Wichtig ist aber, daß eine Gewichtsabnahme unbedingt langsam zu erfolgen hat. Ebenso sollte man bei Tieren generell Stress und Aufregung vermeiden.

Grundsätzlich ist Diabetes eine Stoffwechselerkrankung, die meist durch Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse entsteht - wenn diese nämlich z.B. nicht ausreichend Insulin produziert. Die Ursache hierfür ist auch bei Menschen bisher nicht wirklich bekannt. Meist hat es die Schädigung weiterer Organe zur Folge. So können z.B. Leber und Nieren geschädigt werden.

Symptome: Die Katze beginnt plötzlich einen ungewohnt hohen Appetit zu zeigen und fällt über den Wassernapf geradezu her. Bei diesem Indiz "unbedingt" den Tierarzt aufsuchen. VORSICHT! Beim Tierarztbesuch, der für das Kätzchen ausnahmslos Stress bedeutet, steigt der Glukosewert weiter an. Das kann dazu führen, daß das Tier in ein Ketoazidosezustand kommt, bei dem der Stoffwechsel gänzlich entgleist. Dann kommt meist jede Hilfe zu spät. Wer einen mobilen Tierarzt kennt, sollte den vielleicht zu sich nach Hause bestellen. Das reduziert den Stress bei dem Tier deutlich und kann in bestimmten Fällen lebensrettend sein.

Sollte man mit rechtzeitiger Futterumstellung nichts mehr erreichen können, kann wahrscheinlich auf das Verabreichen von Insulin nicht verzichtet werden, das für den Transport des Zuckers in die Körperzellen wichtig ist. Hierzu kann der Tierarzt weitere Informationen liefern.

Wer im Raum Essen wohnt, dem möchte ich noch eine wichtige und gute Anlaufadresse geben:

Tierärztliche Klinik Essen
Dr. med. vet. Hans Jürgen Apelt
Stankeitstr. 11
45326 Essen

Sprechstunde:
Montag bis Freitag
8.00 - 20.00 Uhr
Tel.: 0201/342604
Fax: 0201/355412
Internet: http://www.tieraerztliche-klinik.de/


Unser Dank geht an:

Tierklinik Essen; Herr Dr. Apelt und Frau Dr. Filiz Palali für die schnelle, humane Entscheidung und Hilfe.

Andreas Schneider für das Bereitstellen des Internet-Speicherplatzes, um diese Zeilen publizieren zu können.

M.H. für die schnelle Hilfe mit seinem Fahrzeug zur Verfügung zu stehen.

Nicht zu vergessen unsere Freunde und Nachbarn, die sofort zu helfen bereit waren.

Heute ist: Sonntag, 20.05.2012 ~> 1822 Tage.


Regenbogenbrücke | Web-Plattform | Webfee Webkatalog
kostenfreie Auktionen und Shops | Suchmaschinenoptimierung | Internet Heute | Webkatalog

Webkatalog